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Oktober 2019

KaDeWien

Das renommierte internationale Architektenbüro O.M.A. – Office for Metropolitan Architecture, gegründet von Pritzker Preisträger Rem Koolhaas, hat den Architekturwettbewerb zum Projekt KaDeWe in Wien für sich entschieden. Am Standort des jetzigen Leiner-Kaufhauses wird die moderne Version eines Traditions-Warenhauses mit einem Mix aus Shopping, Gastronomie, Hotel und konsumfreien Zonen entstehen. Das herausragende Projekt ist ein starkes Signal für die Zukunft des stationären Einzelhandels.

Eine Fachjury bestehend aus Experten der Bereiche Architektur, Handel und Projektentwicklung sowie Vertretern der Stadt Wien und des 7. Bezirks hat das Projekt des niederländischen Architektenbüros einstimmig zum Sieger gekürt. Bei der heutigen Pressekonferenz mit dem Gewinnerbüro O.M.A., mit der Vorsitzenden der Fachjury, Elke Delugan-Meissl, und mit SIGNA-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber wurde der Sieger-Entwurf für Wiens herausragendstes innerstädtisches Projekt präsentiert.

Die Mariahilfer Straße ist die größte und eine der meist frequentierten Einkaufsstraßen Österreichs. Der Standort besticht durch seine zentrale Lage innerhalb der neuen Begegnungszone, seine unmittelbare Nähe zur Wiener Innenstadt und die erstklassige Anbindung an das öffentliche und Individualverkehrsnetz. Um 1900 dominierten auf diesem Boulevard elegante Warenhäuser. Eines der prächtigsten war damals das Warenhaus „Esders“ auf der Mariahilfer Straße 10–18, das jetzige Leiner-Kaufhaus. Genau an dieser Stelle und in dieser Tradition wird bis zum Herbst 2023 ein neues Warenhaus der KaDeWe Group entstehen. Der Baubeginn ist für die erste Jahreshälfte 2021 geplant.

Der Entwurf „The Link“ ist eine strategische Antwort auf die Notwendigkeit, den neuen Gebäudekomplex mit der Stadt zu verbinden und zu verknüpfen, indem eine Reihe von pulsierenden öffentlichen und kommerziellen Räumen angeboten werden. Das Ensemble wurde in zwei Hauptkomponenten unterteilt: das Kaufhaus auf der Vorderseite und das Hotel auf der Rückseite. „The Link“ ist durchlässig und offen konzipiert. Es wird Räume auf allen Ebenen zum Ruhen und Passieren anbieten – öffentlich und intim zugleich, zur Nachbarschaft anschließend und in osmotischer Beziehung zur Stadt und ihren Nutzern.

Grundlegende Kriterien für das Projekt waren Nachhaltigkeit, eine zukunftsweisende Nutzung und architektonische Einzigartigkeit. Besonders zu achten war auf die Prominenz des Standortes, die Bedeutung der Lage als Begegnungszone für alle Wienerinnen und Wiener und auf die städtebauliche Identität. Die zu Grunde liegende Vision ist die Wiederauferstehung und Neuinterpretation des traditionsreichen Warenhauses. SIGNA hat auf eigene Initiative und in enger Abstimmung mit der Stadt Wien im Mai 2019 ein Wettbewerbsverfahren mit vier renommierten internationalen Architektenbüros – O.M.A. – Office for Metropolitan Architecture, BIG Bjarke Ingels Group, Snøhetta und Hadi Teherani Architects – gestartet.

Ippolito Pestellini Laparelli und Ellen van Loon, O.M.A. – Office for Metropolitan Architecture: „Der Mehrwert eines Kaufhauses sollte daran gemessen werden, inwieweit es sich in das lokale Umfeld einfügt. Wir freuen uns sehr über die große Chance, im historischen Herzen Wiens zu arbeiten, und mit diesem Projekt wollen wir dessen Einzigartigkeit zur Geltung bringen. Das Gebäude ist keine Ikone, sondern vielmehr ein architektonischer Weg, durch die ihm eigene innere Struktur neue städtische Verbindungen und öffentliche Räume zu schaffen.“

Elke Delugan-Meissl, Juryvorsitzende: „Das Projekt ist eine einmalige Chance für das Quartier. Seine Situierung an der Schnittstelle zum ersten Bezirk und des Kulturdistricts Museumsquartiers wird neue Impulse setzen. Mit der hybriden Nutzung besteht die große Möglichkeit die Mariahilfer Straße als Einkaufsstraße neu zu definieren. Das Siegerprojekt zeigt in seinen programmatischen Zugängen sehr viele Möglichkeiten ein zukunftsgerichtetes Projekt umzusetzen.“

Vittorio Radice, Executive Chairman der La Rinascente und KaDeWe Group: „Dieses Landmark-Projekt bietet uns als KaDeWe-Group die einmalige Chance, das Warenhaus des 21. Jahrhunderts an diesem einzigartigen Standort zukunftweisend neu zu interpretieren. Wir werden eine Begegnungsstätte für die Wiener Bevölkerung und die internationalen Besucher Wiens schaffen, die zum Flanieren, Verweilen und Konsumieren einlädt. Architektur, Gastronomie und natürlich der wunderbare Dachpark mit seiner Aussicht über ganz Wien werden ein einzigartiges Erlebnis, eine Erlebniswelt für die Besucher kreieren. Dieses Projekt ist damit auch ein Statement für die Zukunft und die Weiterentwicklung des stationären Einzelhandels für die wir stehen und von der wir fest überzeugt sind.“

Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer von SIGNA: „Wir freuen uns über die Re-Etablierung des Traditions-Warenhauses an einem der interessantesten und spannendsten Plätze in Wien. Wir sind davon überzeugt, dass das Projekt deutliche Impulse für den Bezirk sowie die Stadt setzt und ein einzigartiges Landmark sein wird. SIGNA steht für hochwertige und anspruchsvolle Architektur am Puls der Zeit. Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich der Entwurf des Gewinner-Architekten gut in das Stadtbild integriert. Die heute vorgestellten Pläne von O.M.A. zeigen, dass das neue Gebäude diese Anforderung bestens erfüllt. Besonders stolz sind wir, dass das renommierte Büro von Pritzker Preisträger Rem Koolhaas jetzt für uns erstmalig auch in Österreich baut!“

Das Bestandsgebäude besteht aus drei Bauteilen unterschiedlicher Baujahre mit einer Gesamtnutzfläche von rund 58.000 m² sowie einer Tiefgarage mit 327 Stellplätzen. Wesentlicher Mieter nach Fertigstellung der Immobilie wird die KaDeWe Group mit einem langfristigen Mietvertrag sein. Das neue Warenhaus setzt ein starkes Signal in Richtung stationären Handel. Geplant ist ein Mietermix mit Waren aus dem Premium-Segment, Produkten des täglichen Bedarfs und lokalen Fashionlabels. Auf dem Dach stehen den Besucherinnen und Besuchern anspruchsvolle Gastronomie und ein öffentlich zugänglicher Dachpark mit Blick über die Stadt zur Verfügung. Diese Fläche von rund 1.000 qm ist als konsumfreie Zone geplant und wird auch außerhalb der Geschäftszeiten zugänglich sein. Das Projekt sieht außerdem ein Hotel mit 150 bis 165 Zimmern vor.

www.signa.at

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