Mai 2019

Wohnen mit Walter Gropius

Walter Gropius hat in den Zwanzigerjahren zwei Einfamilienhäuser in Jena gebaut: die Villa Zuckerkandl und das Haus Auerbach – beide im gutbürgerlichen Westen der Stadt an einem Hang gelegen. Umgeben von Bauten der Jahrhundertwende mit großen Gärten und viel Grün wirken sie in ihrer Modernität noch heute wie Fremdkörper. In einem der Häuser, die den Beginn des Neuen Bauens markieren, wohnen Barbara Happe und Martin Fischer.

Der Architekt und sein Baukasten

Die Kulturwissenschaftlerin und der Professor für Zoologie kamen 1993 aus beruflichen Gründen von Tübingen nach Jena. Es sei damals sehr schwierig gewesen, überhaupt eine Wohnung zu finden, erzählt Barbara Happe, als wir sie an einem sonnigen Herbsttag in der Schaefferstraße treffen. Sie suchten ein gutes Jahr, hatten Glück und entdeckten ein ganz besonderes Objekt: das Haus Auerbach, das Walter Gropius mit Adolf Meyer Anfang 1924 für den Jenaer Physikprofessor Felix Auerbach und seine Frau Anna entworfen hatte – eines der wenigen Wohnhäuser des Architekten. Hier verwirklichte Gropius erstmals sein Konzept eines „Baukastensystems“, das er 1923 auf der „Internationalen Bauausstellung“ in Weimar präsentiert hatte. Die Entwurfsidee: zwei sich gegenseitige durchdringende Quader, teilweise begehbare Flachdächer, horizontale Fensterbänder, ein vollverglaster Wintergarten sowie die klare Trennung von Wohn- und Funktionsräumen.

Die ganze Story gibt`s im Magazin zu lesen!

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