© VIRIBUS UNITIS

 

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Dezember 2019

Leistbarer Luxus

Wenn eine Uhrenmarke nicht über zumindest 100 Jahre Tradition verfügt, dann gehört sie nicht zu den altehrwürdigen Luxusmarken wie Rolex, Patek Philipe oder Breitling. Dabei sind es gerade die neuen, jungen und wilden Uhrenmanufakturen wie VIRIBUS UNITIS, die die Innovation vorantreiben und die Uhrenindustrie oftmals wirklich "alt" aussehen lassen.

Wenn eine Uhrenmarke nicht über zumindest 100 Jahre Tradition verfügt, dann gehört sie nicht zu den altehrwürdigen Luxusmarken wie Rolex, Patek Philipe oder Breitling. Dabei sind es gerade die neuen, jungen und wilden Uhrenmanufakturen wie VIRIBUS UNITIS, die die Innovation vorantreiben und die Uhrenindustrie oftmals wirklich "alt" aussehen lassen.

© VIRIBUS UNITIS

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"Viele Uhrenmanufakturen, die nach dem Jahr 2000 gegründet wurden, gehören zum aufregendsten und innovativsten, was die Welt der Luxusuhren zu bieten hat! Ich versuche mit meiner Uhrenmarke VIRIBUS UNITIS, die 2017 gegründet wurde, meinen eigenen Mythos zu erschaffen. Noch dazu aus dem beschaulichen Wienerwald in Österreich", so Thomas Hiden, Gründer, Entwickler und Designer hinter einer Uhrenmarke, die sich gerade anschickt, die Uhrenfans in aller Welt zu begeistern. 

Wenn man mit großer Liebe zum Detail an eine Sache herangeht, dann entstehen Zeitkunstwerke wie die von VIRIBUS UNITIS. Chronometer, die nur in kleinsten Auflagen entstehen und daher immer auch die klare Handschrift ihres Schöpfers erkennen lassen. "Ich möchte, das man meine Uhren schon auf den ersten Blick wiedererkennt. Ich bin selbst nicht schüchtern, daher sollen sich auch meine Uhren nicht verstecken und unsichtbar unter Hemd oder Sakko getragen werden. Man soll mit dem Tragen der Uhr ein persönliches Statement über seinen Status und seinen persönlichen Style abgeben. Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Das gelingt sehr gut", so Thomas Hiden, der eine seiner Uhren bereits in kaiserliche Hände legen konnte und das erste Exemplar seiner den Tiroler Kaiserjägern gewidmete Uhrenmodell "KJR2 Bronze" mit der Seriennummer 001/200 persönlich an den Urenkel und Nachfahren des letzten österreichischen Kaisers Karl Habsburg Lothringen überreicht. Der bekennende Uhrenfan Habsburg war begeistert von dem Geschenk und vor allem, vom Umstand, dass die Uhr in Österreich gefertigt wird. Alle Modelle der neuen Kollektion sind eine Hommage an die jahrhundertealte österreichische K. u. K.-Geschichte.

Niemals Massenware und nur kleine streng limitierte Auflagen, das ist die Richtung, in die Thomas Hiden seine VIRIBUS UNITIS Uhren lenken möchte. Thomas Hiden ist überzeugt von "Uhren, die auffallen und trotzdem lange Bestand und bleibenden Wert haben. Nur so kann ich meinen eigenen Mythos begründen. Nur so kann ich immer neue Fans für meine Uhrenmarke aus dem Wienerwald begeistern."

Um einen tiefergehenden Einblick in die exakt getaktete Welt von VIRIBUS UNITIS zu erhalten, hat sich MORE THAN DESIGN mit Thomas Hiden auf ein Gespräch zur Vergangenheit und Zukunft der österreichischen Uhrenmarke zusammengesetzt.

VIRIBUS UNITIS mausert sich langsam vom Geheimtipp zum Big Player auf dem Uhrensektor: Wie ist die Idee zu Ihrer eigenen Marke entstanden?

Wahrscheinlich wie bei allen Uhrensammlern mit verrückten Ideen. Ich wollte eine Uhr produzieren, die genau so ist, wie ich sie haben will. Nachdem dieses Unterfangen abgeschlossen war, dachte ich mir: Hey, wenn sie mir gefällt, dann finden sie vielleicht auch andere Menschen ansprechend – das war der Startschuss zu meiner eigenen Marke. Der Name basiert dabei auf meinem geschichtlichen Interesse, die „Viribus Unitis“ war eins der vier größten Schlachtschiffe Österreichs im 1. Weltkrieg. Da unsere erste Serie eigentlich aus Taucheruhren bestehen sollte, was aber leider nicht klappte, war die Namensgebung der Marke durch den Bezug zur Marine klar. Die Idee dazu ist bereits vor 12 Jahren entstanden, doch wie es mit Ideen so ist wurden sie erst zusammengetragen, dann sogar durch Zeichnungen visualisiert, um dann letztendlich erstmal verworfen zu werden und in der Schublade zu landen. Zu diesem Zeitpunkt hat mir einfach noch der richtige Partner zur optimalen Umsetzung meines Vorhabens gefehlt, den ich dann aber auch endlich gefunden habe. Und so wurde vor 2 Jahren, mit „viribus unitis“ („vereinten Kräften“) unsere erste Uhren-Kollektion erfolgreich auf den Markt gebracht. Die erste Serie bestand dabei aus nur vier Modellen, von denen zwei mittlerweile ausverkauft sind. Anfang 2019 haben wir dann richtig expandiert und es sind insgesamt 23 neue Modelle zu unserem Portfolio hinzugekommen.

Land, Luft und bald auch Wasser: Wie kamen Sie auf die Idee Ihre Uhren in diese drei distinkten Linien einzuteilen?

Um ehrlich zu sein, habe ich eigentlich keine Ahnung (lacht). Unsere erste Serie hätte ursprünglich eine Kollektion an Taucheruhren sein sollen, was dann im Endeffekt leider nicht funktioniert hat. Für mich sind speziell die letzten Jahre der österreichischen Monarchie sehr interessant. Ich habe dann ein Buch aus den 30er Jahren in die Hand bekommen, in dem ein ehemaliger k.u.k.-Pilot die alten Flugzeuge nachkoloriert hat. Die Farbgebung war so interessant, dass ich mir dachte: Mit diesen Farben kann, nein, muss man etwas machen! Und so sind sie in die Luft-Serie eingeflossen.

Hohe Qualität, edle Materialien – und ein extrem günstiger Preis? Wie geht sich das aus? Wie können Sie im Gegensatz zu vielen anderen Manufakturen für Ihre Kunden hier den Rotstift ansetzen?

Ob das mal nicht daran liegt, dass meine Konkurrenz hier eher Grünstift ansetzt… (lacht) Konträr zu anderen Herstellern steht bei uns kein großer Apparat im Hintergrund, sondern nur zwei Leute: Ich als Geschäftsführer und mein Uhrmacher, der für den physischen Zusammenbau der Uhren verantwortlich ist. Die entscheidende Frage ist natürlich auch, wo man sich positionieren will: Kann ich mir als Marke ein sehr hohes Preisniveau leisten oder dränge ich mich damit selbst vom Markt? Im Uhrensegment ist die Preisspanne von 1.000 bis 3.000 Euro aktuell am „verhunztesten“, darüber und darunter sieht es wieder besser aus.

Wie beschreiben Sie das Design Ihrer Uhren? Und was macht sie einzigartig?

Klar, übersichtlich und schnörkellos. Aufgrund der Größe kann man auch sagen, die Uhren von VIRIBUS UNITIS haben eine männliche DNA. Wir wollen nicht die 35. Rolex-Kopie sein, das überlassen wir anderen. Aber was wir sehr wohl möchte, ist innerhalb der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eine attraktive Uhr mit Wiedererkennungswert zu produzieren, die sich über die Alleinstellungsmerkmale distinkte Optik und innovative Technik, wie unsere Sandwich-Zifferblätter, als anspruchsvolle Alternative zu den bekannten großen Uhren-Manufakturen positionieren kann.  

Welches Zielpublikum sprechen Sie mit Ihren Uhren an?

Da ich niemanden ausschließen möchte, gibt es für mich hier nur eine passende Antwort: alle Menschen, die sich für optisch und technisch anspruchsvolle Uhren begeistern können. Natürlich wissen wir, dass unsere Preise nicht jedermanns Sache sind. Doch wir kalkulieren schon sehr knapp, um so auch Menschen, die vielleicht nicht gerade zu den Topverdienern zählen, für unsere Uhren gewinnen zu können. 

Welche Pläne haben Sie mit VIRIBUS UNITIS für die Zukunft?

Oh, ich habe noch so viele verrückte Ideen in meinem Kopf. Allem voran möchte ich unbedingt mit Metall im 3D-Druckverfahren arbeiten, das ist aktuell ein sehr spannendes Feld, aus dem wir viele Innovationen für unsere Uhren ziehen können. Das wichtigste Credo, dass wir uns auch in Zukunft erhalten werden, ist ein ganz einfaches: Raus aus der Uniformität!

Verraten Sie uns noch ein Geheimnis: Was war das schrägste Erlebnis, das Sie bisher in Ihrer Karriere erlebt haben?

Da fällt mir spontan eine Geschichte von den Presse Design Days ein: Hier waren mit unseren Produkten 2018 mit dabei. Es gab einen Uhrenraum, in dem wir gemeinsam mit Ulysse Nardin, Corum oder Porsche ausgestellt waren. Im ersten Moment habe ich nur gedacht: Was mache ich hier eigentlich zwischen diesen ganzen Branchenriesen? Als Beispiel: Die fünf Uhren, die etwa Corum in seiner Vitrine ausgestellt hatte, waren allein schon 300.000 Euro wert! Doch die Pointe kommt erst noch: Nach einiger Zeit erblickte ich eine Frau, die vor meiner Vitrine stand und meine Uhren interessiert beäugte. Nachdem sie mich nach dem Preis gefragt und meine Antwort gehört hat, kam eine Antwort, die ich nie im Leben erwartet hätte: „Nein, danke. Die Uhren sind zwar schön, aber das ist mir dann doch etwas zu billig.“ Mir fiel die Kinnlade bis zum Boden (lacht)!

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses erhellende und erheiternde Gespräch genommen haben, Herr Hiden. Wir wünschen Ihnen und Virbus Unitis alles Gute – auf dass Sie mit vereinten Kräften in eine glorreiche Zukunft starten!

www.viribusunitis-watches.com