Beim Auswählen von Reisezielen sind ruhige Natur und Erholungsmöglichkeiten heute längst nicht die einzigen Kriterien. Auch die bewusste Sehnsucht nach einem Ort mit einer völlig anderen Atmosphäre und symbolische Stadtwahrzeichen sind wichtig. Der Besuch des Pariser Eiffelturms ist ein Beispiel dafür. Aber was zieht uns auf Reisen so zur Architektur hin? Und wohin möchten die Österreicher aktuell reisen?
Wohin soll die Reise gehen?
Hinweise über Reisevorlieben gibt eine Auswertung von Reiseversicherungsvergleichsdaten. Im Vorjahresvergleich gab es im ersten Quartal 2025 deutliche Verschiebungen. Das Interesse an Reisen in die USA ist eingebrochen. Auf der anderen Seite interessieren sich viele für Thailand. Am stärksten gestiegen ist das Interesse an Japan. Wo das kommt? Experten vermuten, dass die 2025 in Osaka eröffnete Weltausstellung ein Grund ist. Tatsächlich hat sich Österreich bei dieser EXPO verstärkt engagiert. Man will das Wirtschaftsbündnis mit Japan unterstreichen. Die weiteren Gründe der Verbraucher: Sie wünschen sich Urlaub in einer völlig anderen Umgebung. Österreicher schätzen Geschmack und tolles Design. Da bietet sich Japan an.
Für diese Länder sind die Nachfragen gestiegen:
- Japan: +38,9 Prozent
- Thailand: +13,8 Prozent
- Griechenland: +6,1 Prozent
- Ägypten: +5,7 Prozent
- Spanien: +5,4 Prozent
Optische Orientierung in fremden Metropolen
Ein Knackpunkt auf Reisen: Wer in der Ferne ankommt, muss sich neue Städte erst erschließen. Stilikonen der Architektur helfen dabei. Sie bilden den perfekten Orientierungspunkt und Hotspots für schöne Fotoaufnahmen. Außerdem können Bauwerke einen Zugang zur Kultur öffnen. Üblicherweise haben die Monumente eine Geschichte, die fest mit der Metropole verbunden ist. Meist wurden sie von Architekten gezielt für einen Ort entworfen. Das Einzigartige an Metropolen wie Tokyo: In der Hauptstadt zeigt sich Japan einerseits von einer modernen, geradezu futuristischen Seite. Neben der Technikverehrung verbündet sich das Design zugleich mit organischen Formen. Daneben gibt es vereinzelt noch alteuropäische Einflüsse. Eine faszinierende architektonische Melange. Von Wien aus können Reisende bequem eine direkte Flugverbindung nach Tokyo nutzen.
Den Stadtraum erfahren
Berühmte Bauwerke schaffen einen Resonanzraum. Besucher treten in diesen ein und spüren die Stimmung des Ortes in sich schwingen. Stilikonen der modernen Architektur wirken da ähnlich wie der sakrale Kirchenraum. In Tokyo gibt es zahlreiche Gebäude, die exakt das bieten. Die Azabudai Hills zum Beispiel. Sie orientieren sich plastisch am Vorbild einer Oase. Das V88 mit seiner wellenförmigen Front, die mit Schwung durch den Stadtraum zu tanzen scheint. Das Harakado und das National Art Center, das sich an der Stilrichtung des Metabolismus orientiert, sollten Reisende sich ansehen.
Von der Reiseerfahrung zur Reiseerinnerung
Begegnungen mit architektonischen Wahrzeichen bleiben lange in Erinnerung. Oft genügt ein Foto, um sich an die Stimmung zu erinnern. Kein Wunder, dass viele Reisende mit Kamera oder einem Sketchbook unterwegs sind. So lässt sich die individuelle Begegnung mit dem Bauwerk festhalten und die Reiseerfahrung mit nach Hause nehmen. Eine Erfahrung, die viel länger anhält, als ein kurzer Post auf Social Media.













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